Tai Chi als Gesundheitssport - problemorientierter Tai Chi Unterricht

 

GesundheitPrävention

 

 Beim Praktizieren und auch beim Unterrichten sind immer wieder Problempunkte in der körperlichen Konstitution des Kursteilnehmers zu beachten. Einem Tai Chi Lehrer kommt dabei eine besondere Verantwortung zu. Er/sie sollte in der Lage sein - gestützt durch entsprechendes Fachwissen - individuell auf die Teilnehmer eingehen zu können, sie ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen gemäß anzuleiten

 

Problempunkt Gelenk

 

Verschleißerscheinungen und degenerative/entzündliche Veränderungen verschiedener Gelenke des menschlichen Skeletts sind weit verbreitete Phänomene und werden Tai Chi und Qigong Lehrern an Ihren Kursteilnehmern häufiger vorfinden.

Am häufigsten begegnen uns Probleme im Bereich Knie, Hüfte und Wirbelsäule.

Grundwissen um Art, Aufbau der Gelenke und die bekanntesten Erkrankungen ist hilfreich, um den Teilnehmer unserer Kurse geeignet anzuleiten und um unsererseits Fehler zu vermeiden, die ihm schaden könnten. Mit diesem Hintergrundwissen als Basis lassen sich auch Bewegungsabläufe besser erklären, Folgen falscher/mangelhafter Bewegung veranschaulichen.

Im Einzelfall sollte aber selbstverständlich immer auf die Beratung durch einen behandelnden Arzt hingewiesen werden!

 

 

Hier die wichtigsten Gelenke:

Kugelgelenk: Das Kugelgelenk ermöglicht die freie Rotation nach allen Richtungen (Schultergelenk, Hüftgelenk).

 

Hüfterkrankungen

-         Arthrose

-         Degenerative Veränderungen der Hüftpfanne

-         Z.n. Hüftgelenksoperationen

Zu beachten ist hier, dass die Hüfte „geöffnet“ wird, der Gelenkkopf  verbleibt dadurch achsgerecht in seiner Gelenkpfanne und drückt nicht auf die Gelenkränder, was im Einzelfall bei entsprechender Grunderkrankung evtl. zu einem Herausspringen des Hüftgelenkes (Luxation) führen könnte.

Eine geöffnete Hüfte hat auch Auswirkung auf eine korrekte Kniestellung.

Scharniergelenk: Das Scharniergelenk läßt eine Rotation nur um eine Achse zu,  ein walzenartiger Gelenkkopf dreht in einer rinnenförmigen Pfanne dreht. Z.B. Gelenke der Fingerglieder, Ellbogengelenk.  

 

Drehscharniergelenk: Beim Kniegelenk handelt es sich um ein so genanntes Drehscharniergelenk. Das bedeutet, das Kniegelenk kann sowohl gebeugt, als auch gedreht werden.

 

Knieprobleme

-         Arthrose (Gelenkverschleiß)

-         Bänder überdehnt oder Z.n. Rissen

-         Meniskusschäden und –OPs

-         Rheuma

Wir achten darauf, dass die Knie nicht übermäßig belastet werden, insbesondere beim Bogenschritt, wo die Knie nicht über die Zehen hinausragen sollten.

Eine einseitige Belastung des Knies hat zur Folge, dass das Körpergewicht nicht gleichmäßig auf der gesamten Gelenkfläche verteilt ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn das Knie nach innen kippt.

In beiden Fällen kommt es zudem zu einer Überbeanspruchung der Haltebänder.

 

Sattelgelenk: Das Sattelgelenk mit einer sattelförmig gekrümmten Gelenkfläche lässt die Rotation um 2 Achsen zu (Daumengelenk).

-         Rheuma

-         Gicht

-         Arthritis

 

 

 

Gelenkkette (Zapfengelenk): Das Zapfengelenk ist ein Gelenk, bei dem sich ein Zapfen in einem Ring dreht (1. und 2. Halswirbel).

 

Hier kommen eher Verspannungen zum tragen

 

 

Qigong/Tai Chi Ausbildung

Tai Chi Lehrerausbildung

Tai Chi

 

Wirbelsäule

 Die Wirbelsäule gliedert sich auf in: 
 
1. Halswirbelsäule ( 7 Wirbelkörper),
2. Brustwirbelsäule (12 Wirbelkörper),
3. Lendenwirbelsäule ( 5 Wirbelkörper),
4. Kreuzbein ( 5 verschmolzene Wirbelkörper),
5. Steißbein ( 5 rudimentäre Wirbelkörper)

 

Rücken

-         Bandscheibenprobleme

-         Haltungsprobleme wie Hohlkreuz, Rundrücken

-         Muskelschwäche

-         Schmerzen

 

Das einhalten einer korrekten Ausrichtung der Wirbelsäule nach den Prinzipien des Tai Chi führt hier in der Regel zu einer Besserung der Symptomatik.

Kopf aufrichten – die Halswirbelsäule streckt sich. Schultern senken, die Brustwirbelsäule aufrichten, das Becken nach vorne kippen, die Lendenwirbelsäule entspannen (rausbuckeln).

Bei Qigong Übungen, die eine Seitwärtsbewegung der Wirbelsäule fordern, darauf achten, dass überall gleichmäßig und lieber etwas weniger gebogen wird. Wir wollen keinen Bandscheibenvorfall provozieren!

Quelle: Bilder und Beschreibung der Gelenkarten von www.medhost.de und www uke.uni-hamburg.de

Problempunkt Blutdruck und Kreislauf

 

Mit dem An- und Entspannen des Herzmuskels steigt und fällt der Druck im Herzen und in den Blutgefäßen. Auf den Blutdruck haben die Kraft des Herzens, aber auch der Durchmesser der Blutgefäße einen Einfluss . Besonders die Arterien können sich verengen oder erweitern, da ihre Wände teilweise aus Muskelgewebe bestehen. Verengen sie sich, steigt der Druck, erweitern sie sich, fällt er ab. 

- Stress ist ein wesentlicher Faktor für Bluthochdruck. Dauerstress führt zur Ausschüttung  bestimmter Hormone, die auf längere Sicht negative Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben. Bluthochdruck und das Risiko eines Herzinfarktes sind die Folge.

- In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird der Bluthochdruck durch Stress einem Mangel an Nieren - Yang und dem "Leberfeuer" zugeschrieben. Das Leberfeuer steigt zu Kopf und führt dort zu Verspannungen. Der Blutdruck steigt!

- Auch Bewegungsmangel trägt zu einem krankhaften Blutdruck bei.

Entspannungs- und Bewegungstechniken wie Tai Chi und Qigong wirken bei Herz –Kreislauf-Problemen regulierend. Die Atmung wird beruhigt, der Geist kommt zur Ruhe, der Blutdruck sinkt daher. Das natürliche Gleichgewicht im Körper wird unterstützt. Bei regelmäßiger Übepraxis stellt sich langfristig Erfolg ein.

Wissenschaftler der medizinischen Fakultät der Johns Hopkins University hatten eine Gruppe von über sechzigjährige Patienten mit unbehandeltem Bluthochdruck drei Monate lang Tai Chi lernen lassen. Zu ihrer eigenen Überraschung stellten sie fest, dass das alte chinesische Körpertraining den Blutdruck messbar senkt. Die langsamen Tai-Chi-Übungen hätten den gleichen blutdrucksenkenden Effekt wie westliche Gymnastik, wobei ältere Patienten mit Tai Chi allerdings besser zurecht kämen

Auch bei niedrigem Blutdruck wirkt Tai Chi und Qigong in positiver Weise. Durch die moderaten Bewegungen wird ein zu schlaffer  Muskeltonus angehoben, was unsere so genannte Beinvenen-Pumpe verbessert. Der Kreislauf bleibt in Schwung.

 

Hinweise für Kursleiter:

Symptome bei niedrigem Blutdruck können sein: es wird dem Betreffenden beim Aufstehen schwarz vor Augen oder bei längerem Stehen schwindlig.

Zu beachten ist, dass ältere Menschen oft nicht genug trinken, was bedeutet, daß sie auch in ihrem Kreislaufsystem häufig zuwenig Volumen haben. Bei zu lange ausgeführten Übungen mit gehobenen Händen steigt das "Risiko" das alles aus der Peripherie sich zentralisiert, das Gefäßsystem ist u.U. überlastet, gibt nach und das Herz pumpt leer.  Das heißt aber nicht, daß man auf solche Übungen verzichten soll - im Gegenteil, denn es reguliert ja nachweislich. Aber im rechten Maß, im Wechsel mit anderen Übungen, die den Muskeltonus verbessern und vor allen Dingen wenn täglich ausgeübt

Symptome bei hohem Blutdruck können sein: Kopfschmerzen, Schwindelgefühl,  Druckgefühl im Kopf, Herzklopfen u.a.

 

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siehe auch: Gewichtung im Tai Chi  und   Haltung im Tai Chi

 Tai Chi bei Arthrose    Tai Chi bei Osteoporose    Tai Chi bei Rheuma     Tai Chi im Reha-Sport

 

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